Seit 2007 bietet der SKM seine Dienste auch im Bereich der Vormundschaft an. In der folgenden Gliederung erfahren Sie, was sich hinter dem Begriff der Vormundschaft verbirgt.

 

Was ist eine Vormundschaft?

Hier eine kurze Erklärung: Unter Vormundschaft versteht man die gesetzlich geregelte rechtliche Fürsorge für einen minderjähriger Person, der die Geschäftsfähigkeit fehlt, sowie für deren Vermögen.

 

Wann wird ein Vormund eingesetzt?

  • wenn die Eltern des Kindes/des Jugendlichen verstorben sind
  • wenn den Eltern das Sorgerecht entzogen wurde
  • wenn der Familienstand des Minderjährigen nicht zu ermitteln ist (Findelkind)
  • wenn die Mutter des Kindes unverheiratet und selbst noch minderjährig ist
  • während der Adoption eines Minderjährigen

 

Wer ordnet eine Vormundschaft an oder wer bestimmt eine Vormundschaft? 

  • Das örtlich zuständige Vormundschaftsgericht
  • Die Eltern des Kindes/der Kinder durch eine letztwillige Verfügung, die im Falle eines frühen Todes der Eltern in Kraft tritt. An diese Zuweisung ist das Vormunschaftsgericht gebunden.

 

Was sind die Rechte und Pflichten eines Vormunds?

  • Übernahme der Sorge für den Minderjährigen und dessen Vermögen. Anders ausgedrückt: Er übernimmt die Aufgaben der Eltern, wobei er jedoch...
  • ...regelmäßig dem Vormundschaftsgericht Bericht erstatten sowie die Vermögensverwaltung nachweisen muss. Außerdem muss er...
  • ... für zahlreiche Rechtshandlungen die Genehmigung des Gerichts einholen

 

Wer kann als Vormund berufen werden?

  • eine geschäftsfähige Person
  • mehrere Personen (beispielsweise ein Ehepaar)
  • das zuständige Jugendamt
  • ein Verein

 

Wann endet eine Vormundschaft?

  • Beim Tod des Minderjährigen
  • Bei Volljährigkeit
  • Bei Volljährigkeit der unverheirateten Mutter
  • Bei rechtmäßiger Adoption des Minderjährigen
  • Bei Rückgabe des Sorgerechts an die Eltern

 

Pflegschaft

Unter dem Begriff Pflegschaft im Sinne der §§ 1909 ff. BGB versteht man grundsätzlich eine nur auf einzelne Angelegenheiten beschränkte Fürsorge für einen anderen. Eine Beschränkung der Geschäftsfähigkeit ist nicht Voraussetzung für eine Pflegschaft. Für uns bedeutet dies: Wird nur ein Teil der elterlichen Sorge entzogen, so werden wir als Pfeger eingesetzt.

Dies kann beispielsweise in einem gerichtlichen Verfahren als Verfahrenspfleger der Fall sein. Hier besteht die Aufgabe des Pflegers darin, das Kind im Gerichtsverfahren zu vertreten, so etwa in strittigen Sorgerechtsverfahren.

Eltern, die sich im Bezug auf die Umgangskontakte nach einer Trennung kindeswohlschädigend verhalten, kann ein Umgangspfgeler zur Unterstützung und Förderung von Besuchsrechten zur Seite gestellt werden.

Gespräche mit allen Beteiligten sind wesentlicher Bestandteil, um zu einer für das Kind erträglichen und bestenfalls förderlichen Lösung zu gelangen.

 

Ansprechpartner: Fachleiter Herr Sven Smit 

Tel.: 02171/399480

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Annette Kurpiela

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Gabi Schwiperich

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Jan Albig

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!