Allgemeines

Oft an uns gerichtete Fragen: „Wie kommen Sie zum Namen Sozialdienst Katholischer Männer?" oder „Arbeiten bei Ihnen nur Männer?" oder „Werden bei Ihnen nur Männer beraten?" oder eine andere Alternative: „Werden bei Ihnen nur Katholiken beraten?"

Während man die letzten drei Fragen kurz und bündig mit einem „Nein!" beantworten kann, muss man zur Erläuterung des Namens schon etwas weiter ausholen.

Wie oftmals bei menschlichen Nachnamen hat auch die Bezeichnung unserer Einrichtung etwas mit den Ursprüngen zu tun. Findet man in der Regel bei einem Herrn Zimmermann in seiner Ahnenreihe irgendwann auch tatsächlich das Berufsbild des Zimmermanns, so waren es beim SKM engagierte Katholische Männer, die für die Namensgebung verantwortlich zeichneten.

Seitdem arbeiten wir als Fachverband der Jugend und Gefährdetenhilfe und sind dem Diözesan-Caritasverband des Erzbistum Kölns angeschlossen. Wir haben also weiterhin eine enge Verbindung zur Kirche.

Betrachtet man heute unsere aktuellen Arbeitsbereiche und Mitarbeiter, so erkennt man, dass der Name - und da sind wir wieder bei den Eingangsfragen - in der Tat etwas irreführend verstanden werden könnte.

Als ein eingetragener gemeinnütziger Verein arbeiten wir auf der Grundlage der speziellen Bedürfnisse aller Menschen in unserer Region, unabhängig von Geschlecht oder Religionszugehörigkeit.

Das Erkennen von Notlagen und Bedürfnissen leitet uns in unseren Entscheidungen, in welchen Arbeitsfeldern wir tätig werden wollen und/oder können.

Durch gesellschaftliche Umbrüche und dem permanenten Wandel haben sich unsere Tätigkeitsbereiche verändert. Geblieben ist allerdings das Feld der gesetzlichen Betreuungen als ein traditioneller Bereich unserer Fachverbände. Es gibt bundesweit so gut wie keinen SKM, der nicht in diesem Bereich arbeitet.

Mit der Schuldnerberatung haben wir 1987 als erste Leverkusener Beratungsstelle uns dieser Thematik angenommen. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist ein wachsender Anstieg des Beratungsbedarfes zu verzeichnen, dem wir mit innovativen Beratungsmodulen Rechnung tragen.

Der Bereich Kinder und ihre Familien ist ein weiteres zentrales Arbeitsfeld des SKM Leverkusen e.V. Dabei sind der Focus und die Form der Hilfestellung sehr unterschiedlich. Dies kann zum einen eine ambulante erzieherische Beratung sein, die über das Jugendamt vermittelt wird oder eine videounterstützte Elternberatung, die sich an Eltern mit dem Bedürfnis, ihren Alltag mit Kindern positiver zu gestalten, wendet. Seit 2007 sind wir auch im Bereich der Vormundschaften tätig und werden dort aus verschiedenen Anlässen eingesetzt.

In Trennungssituationen kann es dazu kommen, dass Eltern nicht in der Lage sind, ihre elterliche Sorge im Sinne der Kinder so zu regeln, dass beide positive Umgangskontakte pflegen können. Hier kann vom Amtsgericht eine Umgangspflegschaft angeordnet werden, die durch einen unserer Mitarbeiter übernommen wird.

Für Kinder, die nicht mehr bei ihren Eltern leben können, suchen wir geeignete Erziehungsfamilien.

Seit dem Jahr 2007 ist das Ambulante Betreute Wohnen für uns ein Arbeitsbereich, in dem wir Hilfestellungen für psychisch oder physisch erkrankte sowie suchterkrankte Menschen bieten. Dieser Arbeitsbereich hat sich seit 2007 stark vergrößert, so dass dort mittlerweile vier Mitarbeiter tätig sind.

Im selben Jahr haben wir den Arbeitsbereich der Jungenarbeit mit in unsere Angebotspalette aufgenommen. Seitdem sind wir in etlichen Schulen Leverkusens mit Projekten zur Selbstbehauptung, Rollenidentifikation und Gewaltprävention tätig.

2009 übernahmen wir dann ein neues großes Aufgabenfeld: Die Integrationshilfe. Hierbei werden in Kindertageseinrichtungen und Schulen schwerstbehinderte oder autistische oder verhaltensauffällige Kinder in einer 1:1-Betreuung von entsprechend ausgebildetem Fachpersonal begleitet und gefördert. Derzeit sind wir für fast 40 Kinder zuständig.

Im Rahmen der "Flüchtlingswelle" im Jahr 2015 wurden wir mit der Betreuung minderjähriger, unbegleiteter, männlicher Flüchtlinge, vornehmlich aus arabischen Ländern, betraut. Auch hier ist wieder eine direkte Verknüpfung mit den Wurzeln unserer Arbeit kurz nach Ende des 2. Weltkriegs gegeben.

Weiterhin bieten wir Männern in Krisensituationen Beratung an.

Wie man aus der kurzen Darstellung unserer Tätigkeitsfelder entnehmen kann, richten sich unsere Hilfsangebote an ganz unterschiedliche Personengruppen und daraus resultierenden Fragestellungen; werden Hilfsangebote kurzfristig aus entstandenen lokalen oder auch überregionalen Notsituationen heraus entwickelt.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzen wir auf das Engagement unserer MitarbeiterInnen, unseren ehrenamtlichen Vorstand und weitere ehrenamtliche Helfer auf der Grundlage unseres christlichen Selbstverständnisses.

Denn unser Motto ist:

Im Mittelpunkt steht der Mensch

 

 

 

Chronik

 

1948

Ein Kreis von Männern, hervorgehend aus den Vinzenz-Konferenzen im Dekanat Leverkusen, findet sich, der sich unbürokratisch den vielfältigen Nöten der Menschen widmet. Die Folgen des Krieges sind auch drei Jahre nach dem Ende der Schreckenszeit allerorten nicht zu übersehen.

 

1952

Am 28. April wird die Satzung für den Katholischen Männerfürsorgeverein Leverkusen errichtet, der am 10. Juni in das Vereinsregister des Amtsgericht Opladen eingetragen wird. Einige der prägenden Personen, die schließlich auch den Vorstand des Vereins bilden: Kirchenrendant Heinrich Baumhoff (1. Vorsitzender), Stadtoberinspektor Kaspar Lützenkirchen (2. Vorsitzender), Dr. Karl Nöhre (Schriftführer), Heinrich Klein (Beisitzer), Dechant Wilhelm Klinkenberg (Geistl. Beirat).

 

1956

Im Pfarrhaus der St. Antonius-Kirche in Leverkusen Wiesdorf wird am 02. Januar auf der Generalversammlung des Vereins ein neuer Vorstand gewählt. Heinrich Baumhoff bleibt als 1. Vorsitzender im Amt.

 

1957

Am 04. Juni kommt es erneut zur Wahl eines neuen Vorstand. Religionslehrer Franz Keith wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Aufgrund des erheblich größer gewordenen Arbeitsaufkommens wird erstmals eine Bürokraft eingestellt. Entsprechend wird eine erste Geschäftsstelle eingerichtet, die sich in den Räumen des Pfarrhaus St. Antonius, Große Kirchstr. 36, befindet.

1958

Diplom-Sozialarbeiter Meinhard Eger wird am 15. Juni als erster hauptamtlicher Mitarbeiter eingestellt. Am 18.Juni wird die Anschaffung eines Mopeds als Dienstfahrzeug beschlossen. Einen Monat später wird nachgerüstet: Ein Fiat 500 stellt das erste vierrädrige Dienstfahrzeug dar.

Estmals liegt ein schriftlicher Arbeitsbericht vor: 32 Altfälle von Betreuungen werden aus dem Vorjahr übernommen; 115 Neufälle kommen hinzu. Der jüngste Betreute ist unter 14 Jahre alt. Andere aufschlussreiche Zahlen, die noch die Nähe zur Kriegszeit verdeutlichen: 15 der Betreuten unter 25 Jahren sind Vollwaisen, 25 weitere sind Halbwaisen ohne Vater. Im Rahmen der Jugendgerichtshilfe werden 17 Jugenliche betreut.

Ende des Jahres wird die Vereinsgeschäftsstelle in die Titanstraße 6 in Wiesdorf verlegt.

1959

Der Lehrer Anton Thierjung wird am 09. September zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Die weiteren Mitglieder des Vorstands sind Paul Lange, Meinolf Wienhusen und Werner Philippsen.

1960

Ein hauptamtlicher Sozialarbeiter und 20 ehrenamtliche Mitarbeiter schultern das Arbeitsaufkommen. Der nächste Umzug der Geschäftsstelle steht an: Innerhalb Wiesdorfs zieht man im Juni zum Marktplatz 1.

1961

Am 12. Januar stehen Vorstandswahlen an: Heinz Hintzen wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Die anderen Vorstandsmitglieder sind: Paul Lange, Robert Heider, Pfarrer Meinolf Wienhusen.

1962

Ein VW-Standard (Käfer) wird als Dienstfahrzeug angeschafft. Aus den Arbeitsbereichen: 25 Hilfesuchende können in Arbeitsstellen vermittelt werden, neun Wohnungssuchende finden eine Dauerunterkunft.

1963

Am 17. Mai wird auf der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, den Namen des Vereins in Sozialdienst Katholischer Männer Leverkusen e.V. umzuändern. Eine Satzungsänderung wird ebenfalls beantragt. Die Änderungen werden notwendig aufgrund der Novellierung der Sozialgesetzgebung. Heinz Hintzen wird als 1. Vorsitzender bestätigt.

Aus der Satzung hier nun ein Auszug der Aufgaben des Vereins: alle Aufgaben des Jugendschutzes; die Beratung der Erziehungsberechtigten und Hilfe bei Erziehungsschwierigkeiten; die Übernahme von Vormundschaften, Pflegschaften und Beistandschaften; die Erziehungsbeistandschaft; Mitarbeit bei der Freiwilligen Erziehungshilfe; die Mitarbeit bei der Jugendgerichtshilfe; die Soziale Gerichtshilfe bei straffälligen Erwachsenen; die Hilfe bei der Gefangenen- und Entlassenenfürsorge; die Mitarbeit in der Bewährungshilfe für Jugendliche und Erwachsene; die Unterbringung in Pflegestellen, -anstalten und Heimen; die Vermittlung von Lehr- und Arbeitsstellen; die Einrichtung und Führung von Aufnahme- und Wohnheimen; die Einrichtung und Ausübung des Bahnhofsdienstes; die fürsorgliche Betreuung von Nichtsesshaften.

1965

Der langjährige stellvertretende Vorsitzende Paul Lange legt aus Altersgründen sein Amt nieder. Neuer stellvertretender Vorsitzender wird Gustav Jaeger.

1966

Der nächste Umzug steht an: Vom Marktplatz 1 geht es in die Schulstraße 15, ebenfalls Wiesdorf. Mittlerweile sind 35 Mitglieder für den Verein tätig, in dem ingesamt 482 Menschen betreut werden, darunter 286 Minderjährige.

1967

Im Pfarrhaus St. Stephanus in Bürrig findet am 10. März die Jahreshauptversammlung statt. Dabei wird Heinz Hintzen zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Gustav Jaeger, Wilhelm Brosseder, Wilfried Boukes, Dr. Alfons Meyer, Willi Sonnberger und Pfarrer Dr. Jochems.

1968

Zehn Jahre nach seiner Einstellung als erster hauptamtlicher Mitarbeiter scheidet Meinard Eger zum 01. Januar aus dem Dienst aus. Lothar Schiedebaum wird als geschäftsführender Sozialarbeiter vom Vorstand eingesetzt.

1969

Am 01. Oktober wird in der Jahreshauptversammlung Kriminalhauptmeister Kurt Frese zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sein Vorgänger, Gustav Jaeger, muss das Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

1975

Die kommunale Neugliederung zum 01. Januar führt dazu, dass auch die ehemalige Kreisstadt Opladen in die Stadt Leverkusen eingemeindet wird. In Opladen besteht ebenfalls ein Verein des SKM, der bis dahin dem Rhein-Wupper-Kreis zugeordnet ist. Die komunale Neugliederung betrifft nun beide SKM-Vereine; die Konsequenzen folgen im nächsten Jahr.

1976

Am 22. Januar kommt es zu einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung der beiden Vereine im Jugendheim der Pfarrei Christus-König in Küppersteg. Hier wird nun beschlossen, dass sich der SKM, Geschäftsstelle Rhein-Wupper, auflöst und dessen Rechtsnachfolge in den SKM Leverkusen übergeht. Heinz Hintzen wird einstimmig zum Vorsitzenden des Vereins gewählt, als Geschäftsführer fungiert Lothar Schiedebaum. Aus dem Opladener Verein werden ein Sozialarbeiter und eine Sekretärin übernommen. Die alte Geschäftsstelle des SKM Opladen auf der Kölner Str. 47 bleibt bis auf weiteres bestehen. Nach der Neuordnung verfügt der SKM Leverkusen nun über zwei Geschäftsstellen; er beschäftigt drei Sozialarbeiter und zwei Sekretärinnen. Die Zahl seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter steigt auf 55 an.

1977

Der SKM feiert sein 25-Jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird eine kleine Festschrift verfasst.

1978

Einige Zahlen aus den Arbeitsfeldern: 232 neue Betreuungsfälle kommen hinzu; 56 Familien mt 160 Kindern werden beratend betreut; in der Suchtkrankenhilfe gibt es zwei Selbsthilfegruppen mit ca. 25 Personen; die Gefangenenfürsorge in der JVA Opladen wird von knapp 10 Personen genutzt; die Zahl der Vormund- und Pflegschaften geht zurück.

1980

Es wird festgestellt, dass die Anzahl der Betreuungsfälle, die über die Behörden an den SKM heran getragen werden, abnimmt. Dagegen steigt die Zahl der Hilfesuchenden, die sich direkt an den SKM wenden.

1981

Erstmals wird das Thema "Entschuldungshilfe" auf der Mitgliederversammlung behandelt. Der Geschäftsführer des SKM Köln berichtet über die Erfahrungen seines Vereins in diesem Beschäftigungsfeld.

1984

Am 01. Juni wird ein weiterer hauptamtlicher Sozialarbeiter eingestellt. Dies ist jedoch nur möglich, weil eine der beiden Sekretärinnen aus dem Dienst ausscheidet.

1985

In der Mitgliederversammlung am 12. Dezember stellt Schatzmeister Wilfried Boukes fest, dass für das Geschäftsjahr ein erheblicher Ausgabenüberschuss vorliegt.

1986

Am 09. April verstirbt der 1. Vorsitzende des Vereins, Heinz Hintzen, der 25 Jahre an der Spitze des Vereins stand. Bis zur Neuwahl übernimmt der stellvertretende Vorsitzende, Kurt Frese, die Aufgaben von Herrn Hintzen.

Im Juli zieht der Verein in die neuen Geschäftsräume der Carl-Leverkus-Str. 16 (Wiesdorf). Der Umzug ermöglicht die Auflösung der Geschäftsstelle in Opladen. Am 01. Dezember findet die erste Mitgliederversammlung in den neuen Räumlichkeiten statt. Auf der Versammlung wird zudem der neue Vorstand gewählt: Kurt Frese als 1. Vorsitzender, seine Vorstandskollegen sind Rolf Müller, Wilfried Boukes, Pater Dr. Jochems

1987

Am 01. März wrd eine erste Fachkraft für die Entschuldungshilfe eingestellt. Unter anderem durch die Zusammenlegung der beiden Geschäftsstellen im Vorjahr wird ein Einnahmenüberschuss erzielt.

Aus den Arbeitsfeldern: Es wird ein Rückgang in der Jugendgerichtshilfe festgestellt; dagegen steigen die Fallzahlen bei Vormund- und Pflegschaften deutlich an.

1988

Durch einen ehrenamtlichen Mitarbeiter wird im Altenwohnheim "Haus Upladin" die Betreuung einer kleinen Gruppe von Senioren vorgenommen.

1989

Im Jahr werden insgesamt 88 Betreuungen wahrgenommen; im Arbeitsbereich "Vormundschaften/Pflegschaften" ist ein weiterer Zuwachs festzustellen. Erstmals wird ein Zivildienstleistender eingestellt.

1991

In den Arbeitsfeldern "Vormundschaften/Pflegschaften" sowie der "Entschuldungshilfe" kommt es zu weiterhin steigenden Fallzahlen. Es können drei neue ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen werden.

1992

Am 04. Juli wird in der Mitgliederversammlung Emil Voigt als neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt. Pater Buismann wird der neue geistliche Beirat.

Zahlen aus den Arbeitsbereichen: In der Jugendgerichtshilfe ist der SKM in 53 Fällen tätig; in der Familiengerichtshilfe in 31 Fällen.

 

 

 

 

 

 

1993

Der weiterhin steigende Arbeitsanfall in den Bereichen der Jugendgerichtshilfe, der Gesetzlichen Betreuungen und der Entschuldungshilfe müsste normalerweise durch die Einstellung mindestens einer weiteren Fachkraft aufgefangen werden; aufgrund der bereits im Vorjahr gekürzten finanziellen Zuschüsse infolge der schwierigen Haushaltslage der öffentlichen Hand ist jedoch eine personelle Aufstockung nicht möglich.

1994

Durch mühevolle Verhandlungen mit der Stadt wird erreicht, dass der Personalkostenzuschuss für die Schuldnerberatung nicht komplett gestrichen sondern nur gekürzt wird. Ebenso teilt das Erzbistum Köln mit, dass der Zuschuss aus den Kirchensteuer-Mitteln ab 1995 um 10 Prozent gekürzt wird. 

In diesem Jahr werden in der Schuldnerberatung 118 Klienten betreut, davon sind 78 als Langzeitbetreuungen zu betrachten.                   

1995

Am 15. Mai wird auf der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt, nachdem Johannes Feldmar und Josef Förster nicht mehr kandidieren. Der neue Vorstand besteht nun aus Kurt Frese (1. Vorsitzender), Emil Vogt, Pfarrer Buisman, Wilfried Boukes, Josef Donner und Thomas Schmidt.

Erstmalig erhält der SKM nach Verhandlungen mit der Stadt für den Bereich der Gesetzlichen Betreuungen einen finanziellen Aufwendungsersatz von 200 DM jährlich pro Betreuung.

1996

Die Katholische Kirchengemeinde Herz-Jesu kündigt als Vermieter dem SKM die Geschäftsräume zum 31. Dezember 1996. Nach intensiver Suche wird eine neue Heimat für den Verein gefunden. Er zieht nach Opladen; die Gartenstraße 5 ist zukünftig sein Zuhause, das bereits im März bezogen wird.

1997

Durch eine Neuregelung der Bezuschussung im Bereich der "Jugendhilfe" ergibt sich für den SKM eine gravierende jährliche Mindereinnahme.

1998

Erstmals stellt der Sparkassen- und Giroverband NRW Mittel zur Finanzierung der Schuldnerberatung zur Verfügung.

Der in zwei Jahren anstehende große kalendarische Wechsel macht es jetzt schon nötig, die Computeranlage umzustellen.

1999

Der SKM entschließt sich, nachdem eine ausreichende Finanzierung seitens der Stadt gewährleistet ist, in den Bereich "Erziehungsfamilien" einzusteigen. Die Schuldnerberatung wird zur Pflichtaufgabe des örtlichen Sozialhilfeträgers. Insgesamt werden in der Entschuldungshilfe 168 Klienten beraten, davon 89 als Langzeitbetreuungen. Im Oktober wird erstmals eine ISDN-Anlage installiert, die eine Kombination mit der Computeranlage zulässt.

2000

Zum 1.April wird die Stelle für den Arbeitsbereich "Erziehungsfamilien" besetzt. Im Mai wird seitens der Rechnungskammer des Generalvikariats im Erzbistum Köln beim SKM eine Innenrevision ohne wesentliche Beanstandungen durchgeführt.

2001

Am 25. Juni findet die Jahreshauptversammlung in der Geschäftsstelle statt. Dabei wird eine neue Satzung übernommen, die der Gesamtverband des SKM bereits verabschiedet hat. Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus Kurt Frese (1. Vorsitzender), Emil Vogt, Wilfried Boukes, Josef Sonner, Thomas Schmidt. Pater Buisman.

Im Bereich "Erziehungsfamilien" werden mittlerweile vier Kinder betreut.

2002

In diesem Jahr feiert der SKM sein 50-Jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums wird eine Festschrift erstellt. Am 12. Juni findet in den Geschäftsräumen des SKM eine kleine Feier statt.

Eine gravierende und die Zukunft des Vereins nachhaltig prägende personelle Veränderung steht an: Der langjährige Geschäftsführer, Lothar Schiedebaum, geht zum 01. September in den Ruhestand. Als seine Nachfolgerin geht Frau Claudia Karlhofer, bislang zuständig für den Bereich "Erziehungsfamilien" aus dem Bewerbungsverfahren hervor.

Zahlen aus den Arbeitsbereichen: Bei den Gesetzlichen Betreuungen werden 22 Klienten betreut; in der Entschuldungshilfe werden 277 Beratungen durchgeführt,davon 78 als Langzeitberatungen. Bei den "Erziehungsfamilien" werden fünf Kinder in vier Familien betreut, sieben weitere Erziehungsstellen in Familien stehen als potenzielle Aufnahmemöglichkeiten bereit.

2003

Zuerst eine traurige Nachricht: Herr Kurt Frese,langjähriger 1. Vorsitzender des SKM, verstirbt im Alter von 80 Jahren. Herr Emil Vogt übernimmt als stellvertretender Vorsitzender kommissarisch den Vorsitz bis zur nächsten Jahreshauptversammlung.

Im Juli werden weitere Geschäftsräume angemietet, die sich auf der selben Etage der aktuellen Räumlichkeiten befinden und durch einen Durchbruch der Wände miteinander verbunden werden. Der SKM verfügt damit nun auch über einen Seminarraum und ein Wartezimmer.

Das Haushaltsjahr kann erstmals mit einem Überschuss abgeschlossen werden.

Aus den Arbeitsbereichen: Die Zahl der "Gesetzlichen Betreuungen" steigt von 22 (2002) auf 29 Fälle. In der "Entschuldungshilfe" werden von 258 Klienten Beratungen wahrgenommen. Im Bereich der "Erziehungsfamilien" werden vier Kinder betreut.

2004

Ein wesentliches Thema in diesem Jahr ist die Kürzung der Kirchenmittel. Zwei wichtige Entscheidungen werden im Erzbistum gefällt: Die gesamten Fachverbände werden in ihrem Volumen um sechs Prozent gekürzt; zudem wird die Auflage erteilt, dass die Einnahmen aus Kirchenmitteln bis 2007 nur noch 30 Prozent eines Haushalts ausmachen dürfen. Für den SKM bedeutet dies eine riesige Aufgabe, da bislang 70 Prozent der Einnahmen aus Kirchenmitteln stammen.

Aus den Fachbereichen: Im Bereich der "Gesetzlichen Betreuungen" ist keine erhöhte Nachfrage spürbar. In der "Schuldnerberatung" werden 263 Personen betreut. Aufgrund der hohen Nachfrage in diesem Bereich werden Verhandlungen zur Erweiterung des Angebots mit den anderen Beratungsstellen und der Verwaltung geführt. Insgesamt zehn Kinder werden in diesem Jahr in "Erziehungsfamilien" betreut; in der "Ambulanten Erziehungshilfe" erhalten durchschnittlich zwei Kinder Unterstützung. Durch Marte Meo wird noch ein weiteres Kind betreut.

2005

Personell tut sich in diesem Jahr einiges; da einige Stellen neu besetzt werden müssen bzw. neue Stellen geschaffen werden. Zusammen mit anderen Vereinen nimmt der SKM an der Landesgartenschau teil, um dort seine Arbeit zu präsentieren. Um öffentlich noch mehr in Erscheinung zu treten, werden Ende des Jahres erstmals Flyer für die einzelnen Arbeitsbereiche sowie ein Gesamtflyer in Auftrag gegeben. 

Neues aus den Fachbereichen: Eine Pauschale im Abrechnungsverfahren tritt im Bereich der "Gesetzlichen Betreuungen" zum 01. Juli in Kraft. Durch gute Akquisearbeit können viele neue Fälle gewonnen werden. In der Schuldnerberatung wird als besonderer Service für Berufstätige die Sprechzeit auf Samstage ausgeweitet. Im Bereich der "Erziehungsfamilien" werden zehn Kinder betreut. Bei den Ambulant Erzieherischen Hilfen werden fünf Familien unterstützt. Erstmals erhält der SKM vom Amtsgericht Anfragen für Umgangspflegschaften.

Mit dem Arbeitsfeld "Ambulant Betreutes Wohnen" betritt der SKM erneut Neuland. Das vom Verein entwickelte Konzept wird vom LVR und dem hiesigen Sozialhilfeträger anerkannt.

Am 19. April wird auf der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt: Rüdiger Wolfrum (1. Vorsitzender), Thomas Schmidt, Jörg Uhlmann, Ivica Grgic und Romuald Koppik.

2006

Die vom Erzbistum geforderte Reduzierung des Kirchenanteils an den Einnahmen macht weiter Fortschritte.

Mit dem Kauf eines VW Sharan wird ein multifunktionales Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt, zudem wird eine neue Telefonanlage angeschafft.

Mit den Arbeitsfeldern "Jungenarbeit" und "Tagesmüttervermittlung" begibt sich der SKM wieder auf neues Terrain. Im September nimmt der Verein zum ersten Mal am Tag des Ehrenamts teil.

Aus den Fachbereichen: 39 Menschen werden in der "Gesetzlichen Betreuung" geführt. Zum ersten Mal wird ein Seminar zum Thema Patientenverfügung angeboten. In der "Schuldnerberatung" sind 355 Klienten notiert, darunter mehr als 200 Neuzugänge. An verschiedenen Schulen werden Präventionsveranstaltungen angeboten, dazu startet die Onlineberatung. Bei den "Erziehungsfamilien" werden 15 Kinder betreut. Sieben Familien werden in der "Ambulanten Erzieherischen Hilfe" begleitet. Im Bereich der "Pflegschaften" wird ein Kind mehr betreut. Ein erstes "Jungenarbeit-Projekt" findet an der Don-Bosco-Grundschule statt. Im Bereich der "Männerberatung" wird mit zwei externen Fachleuten eine Informationsveranstaltung zum Thema "Trennung und Scheidung" durchgeführt.

2007 

Der Tätigkeitsbereich "Projektentwicklung" wird aufgebaut; das Arbeitsfeld "Jungenarbeit" wird durch die Einstellung einer zweiten Fachkraft ausgebaut. Im Bereich "Ambulant Betreutes Wohnen" kommt es zu Umbesetzungen.

Zahlen und Informationen aus den Fachbereichen: 54 Menschen werden bei den "Gesetzlichen Betreuungen" von uns betreut. 236 neue Klienten werden in der "Schuldnerberatung" aufgenommen. Als besondere Aktion kann die einwöchige Ausstellung "Wege in die Überschuldung" angesehen werden, die bei Schulklassen eine große Resonanz findet. Bei den "Erziehungsfamilien" werden 13 Kinder in Familien betreut. Elf Familien werden im Rahmen der "Ambulanten Erzieherischen Hilfen" begleitet. Im Bereich der "Pflege- und Vormundschaften" werden 23 Kinder betreut. An sechs Standorten können Projekte der "Jungenarbeit" durchgeführt werden. Als Vater-Kind-Maßnahmen werden mehrere Aktionen angeboten und mit großer Resonanz angenommen.

Um in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden, ist der SKM an einem Tag auf dem Opladener Weihnachtsmarkt vertreten.

2008

Personalentwicklung: Das "Ambulant Betreute Wohnen" wird personell aufgestockt, ebenso der Bereich "Erziehungsfamilien". Das Projekt "Tagesmüttervermittlung" wird eingestellt.

Gegen Ende des Jahres wird die einzig nennenswerte größere Anschaffung getätigt: Im Rahmen des Erwerbs einer Immobilie wird ein größerer Betrag fällig. Die Immobilie wird nach noch zu erfolgender Sanierung unsere neue Geschäftsstelle. Der Umzug ist für 2010 geplant.

Aus den Arbeitsbereichen: 56 Klienten werden gesetzlich betreut. In der "Schuldnerberatung" werden 221 neue Schuldner erfasst. 11 Kinder sind in "Erziehungsfamilien" untergebracht und werden von uns betreut. Im Feld der "Ambulant Erzieherischen Hilfen" werden 25 Familien betreut. 28 Kinder sind bei "Pfleg- und Vormundschaften" bei uns in der Betreuung. Drei Fälle werden zum Jahresende im "Ambulant Betreuten Wohnen" geführt. Die Jungenarbeiter sind an sechs Grundschulen, zwei weiterführenden Schulen und einem Jugendhaus aktiv.

Zum Jahresende sind 15 Mitarbeiter beim SKM beschäftigt.

2009

Die Vorgabe des Bistums zur Senkung des Anteils der Kirchenmittel ist erreicht. Personell legt der SKM in 2009 groß zu: Durch den neuen Fachbereich der "Integrationshilfe" kommen 14 neue Mitarbeiter hinzu, die jeweils in Integrativen Kindertagesstätten eingesetzt werden. In den Arbeitsfeldern "Ambulant Betreutes Wohnen" und "Gesetzliche Betreuungen" werden weitere Neueinstellungen vorgenommen. Zum Jahresende sind 28 Vollzeitstellen, verteilt auf 33 Mitarbeiter, vorhanden. Herr Clemens Jansen wird Ende des Jahres zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt. In der Jahreshauptversammlung wird der bisherige Vorstand wiedergewählt.

Aus den Fachbereichen: 59 Betreuungen werden bei den "Gesetzlichen Betreuungen" aufgeführt. 236 neue Klienten sind zur "Schuldnerberatung" gekommen, dazu werden fast 300 Schüler in Präventionsmaßnahmen unterrichtet. Im Bereich der "Erziehungsfamilien" findet erstmals eine Ferienfreizeit für Pflegekinder statt. Insgesamt werden in diesem Jahr 12 Kinder von uns betreut. 29 Familien sind durch die "Ambulanten Erzieherischen Hilfen" aufgefangen. Das Team der "Pfleg- und Vormundschaften" betreut 35 Kinder. Einen großen Zuwachs gibt es im "Ambulant Betreuten Wohnen" zu verzeichnen: 19 Klienten werden hier zum Jahresende betreut. Sechs Schulen besuchen die Jungenarbeiter mit verschiedenen Projekten.

2010

Es ist so weit: Der SKM zieht im August in seine neuen Geschäftsräume in die Rat-Deyck-Str. 15-17. Damit wird dem personellen Wachstum des Vereins Rechnung getragen; zudem bieten die neuen Räumlichkeiten eine moderne und funktionelle Einrichtung. Die kompletten Arbeiten an der Immobilie und ihrem Umfeld (Parkplatz) werden voraussichtlich erst im Folgejahr abgeschlossen sein.

Personell kommt es in diesem Jahr kaum zu Veränderungen. Insgesamt 29 Vollzeitstellen werden beim SKM zum Jahresende vorgehalten.

Aus den Fachbereichen: Von 59 auf 91 Betreuungen steigt die Anzahl der von uns "gesetzlich betreuten" Personen. 205 neue Klienten werden in der "Schuldnerberatung" aufgenommen. Drei Ehrenamtliche Mitarbeiter führen in der Schuldnerberatung eine Offene Sprechstunde durch bzw. übernehmen Eingabetätigkeiten. Im Bereich der "Ambulanten Erzieherischen Hilfen" bleibt die Fallzahl recht konstant: 13 Kinder werden betreut. Von 35 auf 31 Kinder sinkt die Anzahl der "Pfleg- und Vormundschaften". Auf 22 Klienten steigt die Anzahl der Klienten im "Ambulant Betreuten Wohnen". 15 Kinder werden durch die "Integrationsfachkräfte" betreut. In der Jungenarbeit werden zum ersten Mal Maßnahmen in einer Förderschule durchgeführt.

2011

Dieses Jahr steht im Zeichen der Konsolidierung. Die bestehenden Arbeitsbereiche werden gefestigt oder/und nur minimal erweitert. Neue Arbeitsfelder werden zwar visioniert, bleiben aber (noch) in der Schublade. Der Fachbereich "Erziehungsfamilien" wird aufgestockt, die "Gesetzlichen Betreuungen" erhalten zudem eine Betreuungsassistenz. Insgesamt verfügt der SKM nunmehr über 31 Vollzeitstellen, aufgeteilt auf 36 Mitarbeiter. Aufgrund der personellen Wachstums der letzten Jahre - 2005 verfügte der SKM nur über 5 Mitarbeiter - wird organisatorisch eine Zwischenebene in Form einer Fachleiterebene installiert, die von sechs Mitarbeitern gefüllt wird.

Im Oktober wird in die Geschäftsstelle eingebrochen; es entsteht ein beträchtlicher Schaden durch den Diebstahl zahlreicher Gegenstände.

Aus den Fachbereichen: 79 Fälle werden im Bereich der "Gesetzlichen Betreuungen" geführt, dazu werden Vortragsreihen zu verschiedenen Themen abgehalten. 195 neue Beratungen gibt es in der "Schuldnerberatung", zusätzlich werden noch 80 Fälle in der Offenen Sprechstunde behandelt. Bei den Präventionsveranstaltungen der "Schuldnerberatung" sind 299 Menschen. Im Bereich der "Ambulanten Erzieherischen Hilfen" können in diesem Jahr weniger neue Familien aufgenommen werden. Im Arbeitsfeld der "Erziehungsfamilien" blieb es bei 13 betreuten Kindern. Zu einem deutlichen Zuwachs kommt es bei den "Vormund- und Pflegschaften": 52 Betreuungen werden zum Jahresende wahrgenommen. Im "Ambulant Betreuten Wohnen" steigt die Anzahl der Klienten auf 29. Dort sind ergänzend zum festen Personal noch zwei Haushaltskräfte eingestellt. Durch die "Integrationshilfe" werden 16 Kinder in den Tagesstätten betreut. In der "Jungenarbeit" werden in diesem Jahr an der Comenius-Förderschule zwei Langzeit-Projekte durchgeführt, dazu kommen noch mehrere kurze Maßnahmen an Grundschulen.

2012

Auch 2012 gibt es (bislang) keine gravierenden Neuerungen oder Veränderungen im Verein. Im Bereich der "Jungenarbeit" wird mit dem Pilot-Projekt "Mini Männer - Auch aus kleinen Jungs werden mal große Kerle" erstmals die Altersgruppe der Vorschulkinder erfasst. Das Projekt wird durch den städt. Innovationsfonds für zwei Kindertagesstätten finanziert.

Die "Männerberatung" wird ausgeweitet: Um betroffenen Männern eine Anlaufstelle zu bieten, wird im Herbst eine Gruppe für Männer als Opfer von häuslicher Gewalt ins Leben gerufen.

 

2013  

Eine Änderung im Vorstand wird vollzogen: Herr Rüdiger Wolfrum, seit vielen Jahren 1. Vorsitzender des Vereins, tritt aus privaten Gründen von diesem Amt zurück. Als Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter, Herr Thomas Schmidt, auf der Mitgliederversammlung gewählt. Als neuer Beisitzer vervollständigt Herr Thorsten Kreft das Gremium.

In der Jungenarbeit wird an zwei Kindertagesstätten das Pilotprojekt "Mini-Männer - auch aus kleinen Jungs werden mal große Kerle" durchgeführt und mit dem Ende des Kita-Jahres auch beendet. Aus den Erfahrungen dieser beiden Maßnahmen werden Änderungen in der Konzeption vorgenommen. Ebenso finden die Jungenarbeits-Projekte an der Montanus-Realschule sowie der Astrid-Lindgren-Grundschule zu den Sommerferien hin ihr Ende. Mehr nachgefragt werden in diesem Arbeitsfeld nun sexualpädagogische Unterrichtseinheiten.

Die Arbeit mit Jungen steht auch bei den "Hilfen zur Erziehung" mehr und mehr im Fokus. Durch das Jugendamt der Stadt Leverkusen werden verstärkt männliche Familienhelfer angefragt, um vor Ort insbesondere mit den Jungen zu arbeiten. Insgesamt betrachtet, ist die Anzahl der zu betreuenden Familien im Vergleich zu 2012 angestiegen, so dass in diesem Arbeitsfeld eine personelle Aufstockung vorgenommen wurde.

Diese Aufstockung gab es auch im "Ambulant Betreuten Wohnen" zu verzeichnen. Mittlerweile sind fünf Mitarbeiter im "BeWo" tätig, die Nachfrage ist so groß, dass eine Warteliste angelegt werden musste. Neben der fachlichen Betreuung durch die Mitarbeiter des SKM trägt die Vielzahl an Freizeitaktivitäten zur Attraktivität des "BeWo" beim SKM bei.

Eine konstant Nachfrage liegt bei der "Entschuldungshilfe" vor. Zu einem großen Mehraufwand führte die Einführung des Pfändungsschutz-Kontos, die im Jahr 2013 richtig durchschlug. Mehr als 170 Bescheinigungen wurden in diesem Jahr ausgestellt.

Eine Steigerung vermeldet die "Integrationshilfe", Waren es im letzten Jahr noch 16 Kinder, die dort in Einzelhilfe betrreut wurden, so kam man Ende 2013 bereits auf 25 Kinder, denen sich die Integrationsfachkräfte widmen.

Im Bereich der "Gesetzlichen Betreungen" trat ebenfalls ein Anstieg der zu betreuenden Fälle ein: Von 91 im Jahr 2012 wurde die Grenze von 100 überschritten; Ende des Jahres standen 109 Menschen bei den Mitarbeitern unter Betreuung.

In etwa konstant blieb die Anzahl der Vormundschaften und Pflegschaften: 49 Fälle wurden 2013 durch den SKM bearbeitet.   

 

2014

Planungen für neue Bereiche oder neue Eckpunkte in bereits bestehende Bereiche wurden vorgenommen. So konnte im Dezember der Mietvertrag für ein großes alleinstehendes Haus in Quettingen unterzeichnet werden, in das ab Februar 2015 Wohngemeinschaften des Ambulant Betreuten Wohnen einziehen werden.

Im Bereich der Jungenarbeit nahm man die Planung für die Durchführung eines Jungentages im Jahr 2015 auf. Im selben Fachbereich starteten die Mitarbeiter mit einem neuen Projekt, das zwei Schulen gleichzeitig betrifft: die Montanus-Realschule in Steinbüchel und die Astrid-Lindgren-Grundschule in Mathildenhof. Der Name der Maßnahme: "Kleine Jungen - große Schritte".

Die Fachleitung des Arbeitsfeldes "Rechtliche Betreuungen" leistet mit Vertretern der Landesregierung NRW Lobbyarbeit für eine Erhöhung der Abrechnungssätze.

In der Entschuldungshilfe betreut Herr Jakob ehrenamtlich nun Menschen, die sich bereits in der Privat-Insolvenz befinden und Fragen zum Verfahren oder zu eintreffenden Schriftsätzen haben.

Um dem weiteren Wachstum in den verschiedenen Arbeitsfeldern Rechnung zu tragen, übernimmt der SKM eine weitere Etage im Deycks-Haus, die zukünftig zur Hälfte selbst genutzt wird. Ebenso konnten neue Mitarbeiter für einige Bereiche gewonnen werden.

 

2015

Im Februar ziehen die ersten Bewohner ins "BeWo-Haus" des SKM in Leverkusen ein. Sieben Plätze können in dem vierstöckigen Altbau vergeben werden, jeweils in 2er- oder 3er-Wohngemeinschaften. Das Haus ist bereits nach kurzer Zeit voll belegt.

Am 09. Juni wird der jährliche Betriebsausflug zur Überraschung der Mitarbeiter in Leverkusen abgehalten, damit viele der noch recht neuen und nicht aus der Stadt stammenden Kollegen die Stadt und ihre Geschichte besser kennen lernen. Bei bestem Wetter hatten die Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Zum 01. Juli verlässt Herr Günter Krone, der mehr als acht Jahre in der Schuldnerberatung und der Rechtlichen Betreuung tätig war, den SKM und wendet sich einer neuen Tätigkeit in Köln zu. Seine Stelle übernimmt Herr Sven Horstmann, der bereits im Bereich Rechtliche Betreuungen tätig ist.

Im Bereich der Jungenarbeit wächst die Nachfrage für sexualpädagogische Unterrichtseinheiten.

Ein Konzept zur Verknüpfung von Ambulant Erzieherischen Hilfen mit der Hilfestellung des Ambulant Betreuten Wohnen wird erstellt und dem Jugendamt vorgestellt.

Am 19. November richtet der SKM den ersten Leverkusener Jungentag mit zwei in ihren Fachgebieten prominenten Referenten aus. Die Resonanz auf die Veranstaltung war sehr gut; eine zweite Ausgabe ist geplant.

Ende des Jahres erhält der SKM den Auftrag vom Jugendamt, sich um minderjährige Flüchtlinge im Übergangsheim an der Görresstraße zu kümmern. Kurz vor Weihnachten übernimmt der SKM den größten Teil der Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen im ehemaligen Atrium-Hotel in Leverkusen-Schlebusch. Hierfür wird mit Herrn Jan Albig eine neue Fachkraft eingestellt. Hinzu kommen noch Anfragen aus Leichlingen, ebenfalls für die Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen.

Vom SKM Leverkusen kommt einer von insgesamt 13 männlichen Teilnehmern, die vom SKM Bundesverband in einer zweijährigen Ausbildung zum Männerberater und Anti-Gewaltberater geschult werden. Die finanziellen Mittel stammen aus einem bei der Glücksspirale gestellten Förderantrag.

 

2016

Da aus dem Hotel Atrium mitsamt den dort wohnenden minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen eine Stationäre Einrichtung der Jugendhilfe wird und diese Einrichtung von einem anderen Träger betrieben wird, verabschiedet sich der SKM aus diesem Bereich. Nunmehr soll der Verein sich um die männlichen Flüchtlinge kümmern, die gerade 18 Jahre alt geworden sind.

Der Fachbereich BeWo bietet erstmals einen Kurs an, in dem Raucher zu Nichtrauchern werden können.

Der Arbeitsbereich Inklusionshilfe wird von Frau Christina Werner und Herrn Michael Zeihen übernommen. Ab Oktober ist Herr Zeihen alleine für dieses Arbeitsfeld zuständig, beendet dafür seine Tätigkeit als Schuldnerberater. Frau Werner ist seit März für den Bereich Hilfen zur Erziehung zuständig.

Aufgrund von Erkrankungen und Personalwechseln kommt es im Sommer des Jahres zu Neueinstellungen bzw. Umstrukturierungen. So übernimmt Frau Melanie Irion von Herrn Zeihen die Stelle der Schuldnerberatung, verlässt dafür das Feld der Rechtlichen Betreuung.

Herr Zeihen ist zudem für den Bereich des Ambulant Betreuten Wohnen als Elternzeitvertretung für zwei Jahre verantwortlich.

 

2017

Der SKM nimmt an einer europaweiten Ausschreibung für die Installation des Bereiches "Frühe Hilfen" für Opladen, das OP-Lädchen, teil.